Strukturierte Investorenansprache für Wachstumsfinanzierungen, Eigenkapitalrunden und Rekapitalisierungen.
Kapitalbeschaffung ist nicht primär eine Frage der Bewertung, sondern der passenden Investorenauswahl. Family Office, Wachstums-PE, Strategischer Investor und Mezzanine-Geber unterscheiden sich fundamental in Renditeerwartung, Eingriffstiefe, Halteperiode und Exit-Vorstellung. Eine erfolgreiche Runde dauert typischerweise vier bis acht Monate — bei guter Vorbereitung mit Term Sheets innerhalb von zehn bis zwölf Wochen.
Equity Story & Bewertung
Schärfung des Investment Case, Modellierung des Finanzplans inklusive Sensitivitäten, indikativer Bewertungskorridor auf Basis vergleichbarer Finanzierungsrunden und Trading Multiples. Definition der Rundenstruktur (Volumen, Verwendungszweck, Verwässerung).
Investorenunterlagen
Anonymisierter Teaser, Investment Memorandum (40–60 Seiten), Pitch Deck, Datenraum-Struktur. Storyline und KPI-Set werden auf den Investorentyp zugeschnitten — ein Family Office liest andere Kennzahlen als ein Wachstums-PE.
Investorenansprache
Adressierung einer kuratierten Long List von 30–80 Investoren — Family Offices, Wachstums-PE, strategische Co-Investoren, ggf. Mezzanine-Anbieter. Erstgespräche, Pitch-Termine, Iteration der Equity Story basierend auf Investor-Feedback.
Term Sheet & Strukturierung
Verhandlung der zentralen Konditionen: Bewertung (Pre-/Post-Money), Liquidationspräferenzen, Vorzugsrechte, Anti-Dilution, Drag-/Tag-Along, Vesting, Reserved Matters, Board-Zusammensetzung, Exit-Mechanik.
Due Diligence bis Closing
Steuerung der Investoren-DD (Financial, Legal, Tax, Commercial), Verhandlung von Beteiligungsvertrag und Gesellschaftervereinbarung, Vollzug.
Die Vergütung erfolgt überwiegend erfolgsabhängig, gestaffelt nach Volumen der eingeworbenen Mittel. Ein moderater Retainer deckt die initiale Vorbereitung von Equity Story und Investorenunterlagen.
Bei strukturierten Instrumenten (Mezzanine, hybride Strukturen) variieren Honorarstrukturen je nach Komplexität.
Welcher Investorentyp passt, hängt nicht nur von der Bewertung ab — entscheidend sind Halteperiode, Mitsprache, Exit-Logik und der Umgang mit der bestehenden Eigentümersituation.
Halteperiode: oft 10+ Jahre, manchmal unbefristet. Mitsprache: moderat, häufig Beirat statt operative Eingriffe. Exit: nicht zwingend geplant. Geeignet für Eigentümer, die langfristige Stabilität über IRR-Maximierung stellen.
Halteperiode: 4–7 Jahre. Mitsprache: aktive Begleitung, Reporting-Standards, Wachstumsagenda. Exit: Trade Sale oder Secondary fest eingeplant. Geeignet bei klarem Skalierungsplan und Exit-Bereitschaft.
Halteperiode: dauerhaft. Mitsprache: oft umfangreich, Synergieintegration. Exit: in der Regel keiner — typischerweise schrittweise vollständige Übernahme. Geeignet bei Komplementarität von Geschäftsmodellen.
Charakter: Fremdkapitalähnlich, mit Eigenkapitalkomponente (Warrants, Wandelrechte). Mitsprache: begrenzt, vertragsbasiert. Exit: Rückzahlung & Wandel. Geeignet, wenn Verwässerung minimiert werden soll.
Erstgespräch unverbindlich und kostenfrei.